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60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs:

Vom Überleben der Shoah


Veranstaltungen mit Prof. Dr. Gertrude Schneider (New York),
Zeitzeugin und Historikerin

Prof. Dr. Gertrude SchneiderIn diesem Jahr ist es sechzig Jahre her, dass der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Diktatur endeten. Damit fand auch die Shoah, die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden, ein Ende. Unter dem Motto „Gegen Vergessen – für Erinnern: Zukunft gestalten" lädt die Wolfgang Suwelack-Stiftung zu Veranstaltungen mit Prof. Dr. Gertrude Schneider (New York) ein. Die engagierte Zeitzeugin und renommierte Historikerin berichtet von ihrer Deportation in das Ghetto von Riga und vom Überleben im sogenannten „Reichsjuden-Ghetto", in das 1941/42 auch westfälische und rheinländische Juden verschleppt worden sind.

Die Veranstaltungen sollen an das schlimmste Kapitel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, an die Shoah und ihre Opfer erinnern. Zugleich soll der Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen und der Umgang mit dieser Vergangenheit in der Gegenwart und der Zukunft hinterfragt werden. Die Stiftung möchte einen Beitrag dazu leisten, die „Verantwortung für die Shoah als Teil der deutschen Identität" zu begreifen, wie es Bundespräsident Horst Köhler kürzlich ausdrückte.

Frau Schneider wird in der Woche vom 6. bis 10. Juni an zahlreichen Veranstaltungen im Münsterland und im Rheinland teilnehmen. Sie wird in der Realschule Billerbeck und in der Universität Münster zu Gast sein. Sie hält Vorträge in dem Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster und in der Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf.

Klaus BresserDie Hauptveranstaltung findet am 10. Juni 2005 in Billerbeck statt. Der bekannte Journalist Klaus Bresser, ehemaliger Chefredakteur des heute-journals im ZDF, moderiert den Abend, an dem neben Frau Schneider auch sachkundige Experten und engagierte Bürger teilnehmen. Der Abend soll nicht nur an die Verschleppung und Ermordung der münsterländischen Juden erinnern, sondern auch nach der historisch-politischen Bedeutung der Shoah in unserer Gegenwart fragen und Perspektiven für die Zukunft der Erinnerung entwerfen. Der Moderator K. Bresser bringt die Podiumsgäste miteinander ins Gespräch und bezieht die Besucher in die Diskussionen ein. Fotos von damals und heute illustrieren die Kurzbeiträge und Diskusionen.

Die Veranstaltungswoche wird eingeleitet mit der Ausstellung „Über-Leben. Porträts überlebender Shoah-Opfer aus dem Münsterland" (Fotografien von Ralf Emmerich), die ab dem 29. Mai in der Aula der Realschule Billerbeck zu sehen ist.

Neben dem Veranstaltungskalender und dem Programm der Hauptveranstaltung finden Sie im Folgenden Informationen über das Riga-Projekt der Suwelack-Stiftung und Informationen zum Lebenslauf von Frau Schneider.