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Hauptveranstaltung mit Frau Prof. Dr. Gertrude Schneider

10. Juni 2005


60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs:

Vom Überleben der Shoah

Podiumsdiskussion mit Kurzbeiträgen und Interviews

Moderation: Klaus Bresser (ehemaliger Chefredakteur des ZDF)

 

Datum:  Freitag, 10. Juni 2005
Ort:  Billerbeck, Aula der Städtischen Realschule, An der Kolvenburg 12
Einlass:  19.00 Uhr
Beginn:  19.30 Uhr

 

Hauptvortrag:

Prof. Dr. Gertrude Schneider (New York; Zeitzeugin und Historikerin):

Reise in den Terror: Deportation nach Riga und Überleben im Ghetto

 

Kurzbeiträge:

Winfried Nachtwei MdB (Münster / Berlin):
Vom Münsterland nach Riga: Opfer und Täter der Deportation

Dagmar Drovs (Billerbeck; Arbeitskreis 9. November):
Von der Integration zur Vertreibung: Jüdische Familien in Billerbeck

Schüler-Arbeitsgemeinschaft „Spuren Finden" (Realschule Billerbeck, unter Leitung von Guido Linden):
Das kurze Leben der Geschwister Rolf-Dieter und Eva Eichenwald

Matthias M. Ester M.A. (Münster; Wolfgang Suwelack-Stiftung):
Die Zukunft des Erinnerns - Ende des Gedenkens, Gedenken ohne Ende?

Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Geschichtsort Villa ten Hompel Münster; Universität Leipzig):
Völkermorde und Shoah - Lernen aus der Geschichte?

 

Unter dem Motto „Gegen Vergessen – für Erinnern: Zukunft gestalten" lädt die Wolfgang Suwelack-Stiftung zu einem Abend ein, der zwei Ziele hat: Die Veranstaltung soll an das schlimmste Kapitel der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern, an die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden. Zugleich soll der Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen und der Umgang mit dieser Vergangenheit in der Gegenwart und der Zukunft hinterfragt werden.

Den thematischen Schwerpunkt des Abends bildet die Verschleppung von nahezu 25.000 Deutschen jüdischer Konfession in den Jahren 1941/42 in das sogenannte „Reichsjuden-Ghetto" im lettischen Riga. Nur etwa 1.000 von ihnen überlebten die Internierung im Ghetto und fielen nicht den Massenerschießungen zum Opfer. Fast jeder Ort im Münsterland ist betroffen und hat Einwohner zu beklagen, die in Riga ermordet worden sind – nicht zuletzt auch Billerbeck.

Zu den Überlebenden zählt Gertrude Schneider (Jg. 1928), die im Februar 1942 von Wien aus nach Riga deportiert wurde. Nach der Auswanderung in die USA machte Frau Schneider Karriere als Historikerin (City University of New York). Frau Schneider unterstützt die Arbeitsgemeinschaft „Spuren Finden" der Billerbecker Realschule, die das Schicksal der Geschwister Eichenwald erforscht, die im Dezember 1941 nach Riga deportiert worden sind.

Als Zeitzeugin und Historikerin berichtet Frau Schneider vom Alltagsleben im Ghetto und vom Überleben im nationalsozialistischen Terror. Weitere Gäste stellen das Deportationsgeschehen im Münsterland und in Billerbeck in den Mittelpunkt, darunter die Schüler-Arbeitsgemeinschaft „Spuren Finden". Sachkundige Experten und engagierte Bürger fragen nach der historisch-politischen Bedeutung der Shoah in der Gegenwart und entwerfen Perspektiven für die Zukunft der Erinnerung. Der Moderator Klaus Bresser bringt die Podiumsgäste miteinander ins Gespräch und bezieht die Besucher in die Diskussionen ein. Fotos von damals und heute illustrieren die Kurzbeiträge und Diskusionen.

 

 

Eine Veranstaltung der Wolfgang Suwelack-Stiftung in Kooperation mit:

Stadt Billerbeck
Katholisches Bildungswerk Kreis Coesfeld
Evangelischer Kirchenkreis Steinfurt – Coesfeld – Borken
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster

[Stand 12.03.2005, Änderungen vorbehalten]
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